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Japanischer Roboter übernimmt Altenpflege
Künstlicher Humanoid kann sehen
und riechen
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Roboter als Altenpfleger der
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Nagoya (pte/20.03.2006/13:50) - Das japanische
Forschungsinstitut Riken
http://www.riken.jp hat einen neuen humanoiden Roboter entwickelt, der in
der Altenpflege eingesetzt werden soll. Der 100 Kilogramm schwere, künstliche
Altenpfleger, den die Wissenschaftler auf den Namen RI-MAN getauft haben, misst
158 Zentimeter und soll schon bald in der Lage sein, bis zu 70 Kilogramm schwere
Personen aufzuheben oder auch herumzutragen. Darüber hinaus kann RI-MAN sowohl
sehen als auch hören und soll den Forschern zufolge zwischen acht
unterschiedlichen Gerüchen unterscheiden können. Unterstützung erhalten die
japanischen Forscher von der eigenen Regierung, die angesichts der alternden
japanischen Gesellschaft um Zukunftsperspektiven in der Altenbetreuung bemüht
ist.
"Anders als in Europa werden Maschinen in Japan nicht als Bedrohung sondern als
Hilfe empfunden, die für mehr Autonomie im täglichen Leben sorgen können",
erklärt Roboterexperte Frank Kirchner von der Universität Bremen
http://www.uni-bremen.de
die ausgeprägte Faszination der Japaner mit humanoiden Robotern. Wenngleich die
kulturgesellschaftlichen Bedingungen den Einsatz derartiger Roboter in Europa
beinahe unmöglich machen würden, stelle deren Entwicklung aber auch hierzulande
ein äußerst spannendes Forschungsthema dar, so Kirchner. Bei der
Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz würde der sozialen
Interaktionsfähigkeit jener Maschinen untereinander und mit Menschen nämlich
eine entscheidende Rolle zukommen.
Der derzeitige RI-MAN-Prototyp
http://www.bmc.riken.jp/~RI-MAN/index_us.html ist in der Lage, bis zu zwölf
Kilogramm schwere Testdummies zu orten, deren Gewicht zu bestimmen sowie diese
aufzuheben und durch den Raum zu tragen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre
wollen die Entwickler die Tragkapazität allerdings auf 70 Kilogramm erhöhen, um
die Roboter in der Alten- und Krankenpflege tatsächlich einsatzfähig zu machen.
Eine Vielzahl an Sensoren, die unter einer fünf Millimeter dünnen Silikonschicht
angebracht sind, sorgt darüber hinaus dafür, dass der Roboter menschlichen
Bewegungen mit seinen Augen nachfolgen kann. Weiters kann der künstliche
Humanoid auch die Richtung bestimmen, aus der eine Stimme im Raum kommt und
diverse Gerüche wahrnehmen und verarbeiten. (pte-trend) (Ende)
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